Zuflucht/Refuge

Projekt Zuflucht

Das Thema „Flüchtlinge“ ist omnipräsent – kein Tag vergeht, an dem nicht in irgendeiner Zeitung, Nachrichtensendung oder Talkshow über das Schicksal der vielen Menschen berichtet wird, die verzweifelt den Weg über das Mittelmeer suchen, um vor Terror, Krieg oder auch Hunger aus ihrer Heimat zu fliehen.
Viele Flüchtlinge bezahlen dieses Wagnis mit ihrem Leben und das schöne blaue Mittelmeer hat mittlerweile schon den hässlichen Beinamen Massengrab erhalten. Die ZEIT titelte vor einigen Wochen „Wir wollen nicht, dass sie sterben. Wir wollen nicht, dass sie kommen“ und diskutierte darin die Zwiespältigkeit, die viele Deutsche, viele Europäer empfinden, wenn es um das Thema Flüchtlinge geht.
Wollen Sie, dass sie sterben? Nein! Wollen Sie, dass sie zu uns kommen? Hm?! Aufgrund dieses Zwiespaltes hat der Kölner Künstler Jochen Höwel eine Installation zu diesem Thema erschaffen und in den Kirchen seiner Heimatgemeinde Köln-Longerich ausgestellt. Wissen Sie, wie viele Flüchtlinge in Longerich untergebracht sind? Der Künstler sagt es Ihnen mit seiner Kunst. Schauen Sie die Dome an. Es sind 135 Stück, die für die 13.500 Einwohner Longerichs stehen. Der Ausschnitt in dem Dom ist der Umriss des Stadtteils Longerich.
Unter dieser Vielzahl an Edelstahl-Domen finden sich zwei Goldene. Das sind die Flüchtlinge, die in Longerich aufgenommen wurden. Nur zwei Flüchtlinge kommen also auf 135 Menschen in Longerich, diese Zahl ist sogar noch aufgerundet. In Wirklichkeit sind es nur 1,5.
Diese Installation soll zum Einen auf des Drama im Mittelmeer aufmerksam machen und zum Anderen durch die Visualisierung der tatsächlichen Flüchtlingszahlen Ängste und Unbehagen lindern helfen.
Die einzelnen Dome sind für EUR 50,– das Stück zu erwerben. 13,5% davon spendet der Künstler an ein Flüchtlingshilfswerk.